Gedanken zum Golfschwung
Der Golfschwung ist eine der komplexesten Bewegungen im Sport. Man versucht mit einem relativ langen Schläger einen viel zu kleinen Ball in Richtung Ziel zu schlagen, das womöglich auch noch von heimtückischen Hindernissen wie Wasser oder anderen Gemeinheiten verteidigt wird.
Der azyklische Bewegungsablauf macht vielen zu schaffen und bringt einige sogar zur Verzweiflung – oder ist es genau DAS was den Golfsport so attraktiv und interessant macht?
Sogar nach 20, 30 oder noch mehreren Jahren Golferfahrung hört man immer wieder Leute erzählen, dass sie etwas Neues dazu gelernt haben. Selbst ein Großmeister wie Ben Hogan gab seine Fehlbarkeit nach einem Sieg in einem Major Turnier zu, mit dem Satz: „Während dieser 72 Löcher habe ich nur 4 Bälle so getroffen, wie ich es mir vorstelle!“ Dieser Satz ist bezeichnend…
Die meisten von uns wollen den Golfsport ja nicht professionell ausüben, sondern einfach Spaß an der Bewegung haben und die Natur erleben. Dazu braucht es etwas Zeit und einen guten Lehrer.
Um einen neuen Bewegungsablauf erlernen zu können, sollte man ihn sich vorstellen können und ein klares Bild vor Augen haben.
„NUR WER WEISS WAS ER TUT, KANN TUN WAS ER WILL“
Es gibt unzählige Methoden auf dem Golfmarkt, eine erfolgsversprechender als die andere. Für was soll man sich als Laie nun entscheiden?
Beispielsweise gibt es da ganzheitliche Methoden, die Autonomie und Freiheit in der Bewegung zulassen ohne stark auf einzelne Details oder Phasen im Bewegungsablauf einzugehen. Klingt gut! Wie würde es aussehen, wenn man einen unbedarften Teenager ohne Fahrstunden in ein Auto setzt und sagt: „Komm fahr los Junge, mach was dein Gefühl dir sagt!“ Intuitive Entscheidungen mögen ja oft richtig sein - in diesem Fall könnte es aber schlimm ausgehen.
Dann gibt es Methoden, die einzig und allein ein gutes Körpergefühl als Feedback nach dem Schwung erreichen wollen. Auch nicht schlecht! Schade ist nur, dass der Ball nicht fliegt...
Für was oder welche Methode sollen Sie sich nun entscheiden?
Ich bin der Ansicht, dass ein guter Golfschwung mit einer perfekten Basis beginnt. Zu einer soliden Basis gehören die Körperhaltung, der Griff und die Ausrichtung (das Zielen also). Ein guter Spieler greift den Schläger immer und immer wieder gleich, hat jedes Mal denselben Stand und ist stets perfekt zum Ziel ausgerichtet.
Wer hier konstant ist, wird erfolgreich Golf spielen lernen. Mit den richtigen Anweisungen werden Sie sich eine gute Basis erarbeiten!
Mit dem richtigen Bewegungsablauf und dem Erlernen der Grundschläge geht es weiter. Hier lautet das Motto: vom leichten zum schwierigen bzw. vom kleinen zum großen!
Man fängt mit dem kurzen Spiel an, um ein Gefühl für den Schläger, den Ball und die Bewegung zu bekommen und wird sukzessive länger. Über verschiedene Schwung-Phasen kommt man in Positionen, die einem zuerst einmal verständlich sein sollen. Man fühlt und sieht die ideale Position des Schlägers und des Körpers, abhängig von der eigenen Konstitution. Ein guter Golf Professional wird Ihnen das in einfachen und verständlichen Worten näher bringen und die richtigen Übungen anwenden.
Nach der Automatisierung erfolgt die Verschmelzung der Phasen. Was hier sehr technisch klingt ist nichts anderes als das Abnehmen der Stützräder eines Kinderfahrrades und die Umsetzung des bisher Gelernten. Jetzt geht´s los – der Schläger schwingt mühelos und ganz ohne Kraft durch den Golfball in eine gute Endposition – der Ball wurde kernig getroffen und befindet sich im Steigflug!
Spätestens das ist der „Point of no return!” Der Golfvirus hat Sie erfasst…
Ich würde mich freuen Sie dorthin begleiten zu dürfen,
herzlichst Ihr
Markus Teubner

